Saisonbedingte Depression SAD


 

 

 

Tag und Nacht – hell und dunkel

Viele Menschen sind empfindlich, was den Wechsel der Jahreszeiten angeht. Im Sommer sind die Tage lang und warm, die Sonne scheint und alle Menschen sind gut gelaunt. Im Herbst werden die Tage kürzer und die Nächte länger. Außerdem wird es immer kälter. Man steht im Dunklen auf, sitzt in der hellen Zeit des Tages im Büro und fährt nachmittags, wenn es schon wieder dunkel ist, nach Hause. Zwar gibt es bei den Menschen keinen Winterschlaf mehr, aber der Körper bereitet sich trotzdem darauf vor. Es wird weniger Serotonin ausgeschüttet und mehr Melatonin. Melatonin ist für den Schlaf verantwortlich. Der Körper läuft jetzt nicht mehr auf Hochtouren sondern schaltet immer mehr herunter. Menschen die sehr empfindsam auf Lichtmangel reagieren, bekommen eine mehr oder weniger starke saisonbedingte Depression und fühlen sich wie gelähmt.

SAD Depression

In Deutschland leidet fast jeder 10. mehr oder weniger stark unter der SAD (saisonbedingte Depression). Bei vielen reichen ein paar Tage feucht-nebligen Wetters aus, um eine SAD hervorzurufen. Eine SAD ist immer daran zu erkennen, dass die Erkrankung so um den Oktober / November herum beginnt, bis zum nächsten Jahresanfang immer stärker wird und im April dann wieder vorbei ist. Die Menschen sind müde, obwohl sie viel schlafen. Sie sind gereizt und unkonzentriert, haben einen Heißhunger auf Süßes, was sich durchaus in einer Gewichtszunahme bemerkbar macht.