Der Herbst ist da und der Winter naht. Eine Zeit der Melancholie für einige Menschen. Die Abende mit früh einsetzender Dunkelheit verkraften nicht alle gleich gut.
Wissenschaftliche Studien haben die Wirkung der Lichttherapie bestätigt. Es ist in der Tat das beste Mittel gegen die Winterdepressionen. Auch beim Gesunden wirkt das Licht stimmungsaufbessernd. Das fehlende Sonnenlicht macht Menschen müde und motivationslos. Es gibt Unterschiede in der Wirkweise, auch für besondere Plätze sollte man sich informieren, welche Lichttherapie-Lampen da am sinnvollsten zum Einsatz kommen können.
Man unterscheidet zwischen den preisgünstigeren Wohlfühllampen und die etwas teueren Therapielampen. Für den einfachen sogenannten Winterblues kann man getrost die Wohlfühllampen einsetzen. Dabei sollte man aber darauf achten, dass die Lampe kein Licht mit UV-Anteil hat, dieser kann die Augen schädigen und ist für die Behandlung nicht notwendig.
Besteht aber eine starke und krankhafte Winterdepression sollten es doch schon Lampen mit einer Stärke von mindestens 2500 bis 10 000 Lux sein. Um diese Stärke zu erreichen stecken in den Geräten zwei bis sechs Leuchtstoffröhren, die das Licht durch eine Abdeckscheibe nach außen bringen.
Therapielampen richtig anwenden
Die Lampen, so hat man nach Test herausgefunden, spenden mindestens 5000 Stunden lang Licht. Das sind bei normalem Gebrauch etwa 10 Jahre. Geben sie dann ihren Geist auf, gehören sie in den Sondermüll.
Auch bei der Anwendung der Lampen gibt es einiges zu beachten:
- Sie sollten Abstand zum Gerät halten, der in der Gebrauchsanweisung angegeben ist. Dann haben Sie eine optimale Lichtdosis.
- Die Augen sollten geöffnet sein. Sollten Sie das Gefühl haben, dass Sie geblendet werden, kann das am ungleichmäßigen Helligkeitseindruck liegen.
- Sollten Sie vorhaben eine gezielte Therapie zu machen ist ein Arztbesuch zu Beginn unerläßlich. Zum Beispiel sollten bestimmte Medikamente bei einer gleichzeitigen Lichttherapie nicht eingenommen werden (zum Beispiel Johanniskraut).
- Eine regelmäßige Untersuchung Ihrer Augen vor und während der Lichttherapie sollten Sie vornehmen. Besondere Vorsicht ist hier angeraten bei einer Erkrankung der Netzhaut oder der Augenlinse.
Am Abend sollte man das Lichtbad erst einmal nicht anwenden, da es ja munter macht können eventuelle Schlafstörungen auftreten. Probieren Sie einfach täglich wie Ihnen das Licht bekommt.
Sollte Ihnen die Anschaffung solcher Lampen zu teuer sein, können Sie sich zuhause doch ein wenig selbst helfen, indem Sie mehr Lampen einschalten, den Lichteinfall durchs Fenster verbessern, auch das Schneiden von Hecken und Äste vor dem Fenster wäre abzuwägen.
Und nutzen Sie die natürliche Lichtquelle: Gehen Sie spazieren, blicken Sie in den hellen Himmel.