Neurodermitis: Mit Lichttherapie bekämpfen

Neurodermitis ist eine atopische Erkrankung, das heißt, dass der Körper außerordentlich empfindlich auf scheinbar harmlose Umweltreize reagiert. Die Veranlagung zur Neurodermitis wird genetisch vererbt und die Haut reagiert dann entzündlich, wenn Faktoren zusammentreffen, die der Körper als feindlich aufnimmt, wie zum Beispiel Allergene, Stress oder Bakterien.

Das Immunsystem reagiert über Neurodermitis verläuft in Schüben, so durchlebt der Patient auch mal eine fast symptomfreie Zeit. Bei einem Schub zeigt sich die Haut tiefrot, hat eventuell Blasen und nässt. Die Haut brennt und ist schmerzempfindlich. In einem chronischen Stadium ist die Haut trocken, juckt stark und ist geschwollen.

Licht gegen Neurodermitis

Eine wirkliche Therapie schien es bis jetzt nicht zu geben. Angeraten werden verschiedene Cremes und Lotionen, bestimmte Diäten, aber auch Entspannungsmethoden.
Eine Lichttherapie scheint eine neue Methode zur Linderung der Symptome bei Neurodermitis zu sein. Dabei wird mit UV-Licht gearbeitet. Bei einer chronischen Hautveränderung durch Neurodermitis wird vorrangig die UVB-Therapie angewandt. Sie hat einen relativ positiven Effekt zu verhältnismäßig wenigen Nebenwirkungen.
Bei einem akuten Schub einer schweren Neurodermitis wird mit der UVA1-Therapie gearbeitet. Sie kann niedrig, mittel oder aber auch hochdosiert angewendet werden, je nach Schwere des Schubes. UVA-Licht erzeugt jedoch Wärme, die das Jucken noch verstärken kann. Daher wird der Infrarotteil herausgefiltert und man erhält das sogenannte Kaltlicht. Da nach Therapieende häufig erneut Schübe auftreten, wird zur einer niedrigdosierten Weiterbehandlung geraten.

UV-Licht der Lichttherapie kann helfen

Es gibt neben den beiden erwähnten Lichttherapien noch die PUVA-Therapie. Dabei wird die Bestrahlung mit UVA-Licht durchgeführt. Die Patienten nehmen vorher aber Tabletten ein, die den Körper lichtempfindlich machen sollen. Leider haben diese Tabletten oft unerwünschte Nebenwirkungen, wie zum Beispiel Übelkeit und Sonnenempfindlichkeit.

Daneben werden auch sogenannte Mischbestrahlungen durchgeführt, also mit UVA-und UVB-Licht. Welche der verschiedenen Therapien nun für den Patienten die beste ist, wird der behandelnde Arzt nach eingehender Untersuchung entscheiden.

Lichttherapiegeräte gegen Neurodermitis

Die Lichtdosis wird nach vorgegeben Schemata gegeben und dann langsam gesteigert. Lichttherapien wirken positiv auf das Immunsystem und helfen das unerträgliche Jucken einzudämmen. Das Licht hat eine entzündungshemmende Wirkung. Lichttherapien können körperteilgezielt einsetzbar sein, doch es gibt ebenso Ganzkörperbestrahlungen.

Bei der hochdosierten Therapie treten als häufige Nebenwirkungen Herpesinfektionen auf. Es besteht ebenso ein erhöhtes Hautkrebsrisiko und die behandelte Haut könnte vorzeitig altern. Bei den modernen Gräten existieren noch keine Langzeiterfahrungen, daher ist es schwierig Nebenwirkungen zu bestimmen. Auf jeden Fall sollten neurodermitiserkrankte Personen erst nach dem vollendeten zwölften Lebensjahr mit einer Lichttherapie behandelt werden.